Gastgewerbe in der Krise

DEHOGA begrüßt Mehrwertsteuer-Reduktion

iStock, Ridofranz

Das Gastgewerbe in Deutschland (Hotels und Restaurants) befindet sich im Herbst 2025 in einer tiefen Krise, die sich über mehrere Jahre hinweg verschärft hat. Hier ein kurzer Überblick.

Wirtschaftslage

  • Im ersten Halbjahr 2025 lagen die realen (preisbereinigten) Umsätze der Branche 15,1 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019.
  • Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 verzeichnete die Gastronomie einen Umsatzrückgang von 4,1 Prozent; in der Hotellerie waren es rund 3,7 Prozent weniger.
  • Für das Gesamtjahr 2025 droht das sechste Verlustjahr in Folge.
  • Im August 2025 sanken die Branchenumsätze laut Destatis erneut um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Kostendruck 

  • Massive Kostensteigerungen setzen die Betriebe nach DEHOGA-Angaben zusätzlich unter Druck: Personal (+34,4 Prozent seit 2022), Lebensmittel (+27,1 Prozent), Energie (+27,6  Prozent).
  • Die jüngst beschlossene Anhebung des Mindestlohns ab Januar 2026 auf 13,90 Euro und ab 2026 auf 14,60 Euro wird die Lage weiter verschärfen.
  • Zeitgleich nimmt die Preissensibilität der Gäste weiter zu. Viele gehen seltener essen oder wählen günstigere Gerichte ("Trading down“).
  • Die Zahl der Beschäftigten ist um 3,2 Prozent gesunken. Viele Betriebe müssen Stellen abbauen, ein Teufelskreis.

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