Praxisbeispiele

Stromspeicher für Energieselbstversorger

Home Power Solution, Berlin

Goldene Wasserhähne und wuchtige Säulen im Eingangsbereich waren gestern. Der neue Megatrend im Immobilienbereich ist der Klimaschutz, der sich neben dem Einsatz von nachhaltigen Baustoffen wie Holz vor allem durch eine energetische Selbstversorgung auszeichnet.

Energieproblem

Die Nachfrage nach Wärmepumpen und Solaranlagen war schon vor der Energiekrise groß. Doch die explodierenden Energiepreise haben den Wunsch vieler Immobilienbesitzer nach völliger Unabhängigkeit vom Energieversorger verstärkt. Die meisten Solaranlagen funktionieren so, dass sie die Solarstromüberschüsse im Sommer in das allgemeine Netz einspeisen. Nur einen kleinen Teil können sie für wenige Stunden in eigenen Batterien speichern. Spätestens im Herbst reicht der selbstproduzierte Strom nicht mehr aus und der örtliche Energieversorger muss angezapft werden. Autarkie gelingt so nicht.

Die Lösung

Das Berliner Start Up Home Power Solution, 2014 gegründet, hat eine Lösung für energetische Selbstversorgung entwickelt. Im Mittelpunkt steht das kühlschrankgroße Minikraftwerk Picea. Laut Website ist Picea der weltweit erste Ganzjahresstromspeicher für Häuser. Die picea-Energiezentrale kann im Keller oder im Hauswirtschaftsraum auf einer Fläche von 1,5 m² aufgestellt werden. Wenn es mehr Leistung sein soll, können bis zu zehn Anlagen zusammengeschlossen werden. Den Kern der Anlage bildet die Elektrolyse. Dabei wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Der erzeugte Wasserstoff wird in Stahlflaschen außerhalb des Gebäudes aufbewahrt. Insgesamt können 1.500 Kilowattstunden elektrische Energie gespeichert werden. Mittels einer Brennstoffstelle wird der gespeicherte Wasserstoff zurückverstromt. Durch dieses Verfahren werden saisonale Schwankungen ausgeglichen. Ein- und Zweifamilienhäuser können so ganzjährig mit CO2-freiem Strom vom eigenen Dach versorgt werden.  

Allerdings hat die Unabhängigkeit auch ihren Preis. Eine picea-Energiezentrale kostet zwischen 105.000 - 145.000 Euro brutto, so steht es auf der Unternehmenswebsite. Bis Ende 2022 gibt es noch den Zuschuss Brennstoffzelle von der KfW-Bank bis zu 15.050 Euro. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen seit dem Jahr 2020 mehr als 300 picea-Systeme verkauft.

Website: https://www.homepowersolutions.de/

Copyright Text: www.best-practice-forum.de

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