Best Practice regional

3D-Druck als neuer Service

Röchling, Mannheim

3D-Drucker ersetzen zunehmend den klassischen Formenbau und halten Einzug in die industrielle Fertigung. Auch der Kunststoffspezialist Röchling aus Mannheim setzt auf solche additiven und innovativen Fertigungsverfahren.

Röchling-Gruppe

Röchling mit Sitz in Mannheim ist einer der Big Player in der weltweiten Kunststoffindustrie. Rund 11.500 Mitarbeiter/innen arbeiten an 90 Standorten in 25 Ländern für die Automobilwirtschaft, Industrie und Medizintechnik. Das Unternehmen aus der Industrieregion Rhein-Neckar erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro Umsatz.

Innerhalb der Gruppe ist die Röchling Direct Manufacturing GmbH der Spezialist für den industriellen 3D-Druck. Das additive Schichtbauverfahren mit dem Selektiven-Lasersintern ermöglicht die individuelle Herstellung z. B. von Bauteilen in Kleinserien, Prototypen und Schaumodellen. Beim 3D-Druck verwendet Röchling Kunststoffgranulat, Kunststoffpulver, Photopolymer, Metallpulver oder Kunststoffpulver.

Vorteile von 3D-Druckern

  • 3D-Drucker haben Vorteile in der Entwicklung durch flexiblere, schnellere Herstellung von Prototypen. Das hat bereits Auswirkungen auf die Branche der Modellbauer. Immer mehr Industrieunternehmen schaffen sich eigene 3D-Drucker an.
  • Auch für Kleinserien sind 3D-Drucker geeignet. So stellt z. B. der Hörgerätehersteller Sonova In-Ohr-Geräte her. Auch zur Herstellung von Zahnkronen und Ersatzteilen (z. B. für Gartenstühle) werden 3D-Drucker eingesetzt. Selbst menschliche Haut lässt sich in Krankenhäusern zur Behandlung von Brandopfern drucken.
  • In manchen Zukunftsszenarien lösen 3D-Drucker irgendwann Fabriken in Niedriglohnländern ab. Gegenstände werden dann vor Ort individuell und ohne Logistikkosten gedruckt.

Nachteile von 3D-Druckern

  • Der 3D-Druck dauert noch sehr lange und ist damit für die industrielle Massenfertigung noch ungeeignet und zu teuer.
  • 3D-Drucken fehlt noch die Präzision der sonst klassisch hergestellten Werkstoffe und Komponenten.

4D-Drucker im Anmarsch

In der Zwischenzeit gibt es sogar 4D-Drucker. Hergestellt werden damit Objekte, die im Laufe der Zeit unter bestimmten Bedingungen (z. B. Temperaturen und Zusammentreffen mit Wasser) ihre Gestalt anpassen. Das ist z. B. in der Medizintechnik sinnvoll, wenn flexible Implantate „gedruckt“ werden. Der Begriff 4D-Druck stammt von dem am Massachusetts Institute of Technology (MIT)Informatiker Skylar Tibbits.

Info: https://www.roechling.com/de/

Copyright Text: www.best-practice-forum.de 

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